Rennsport - RV Edelweiss Mettmann 1906 e. V.

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Rennsport

Unsere Teams
Rennsportteilnahme und -training des RV Edelweiß 

Wir, die Rennsportler des RV Edelweiß, bestreiten von März bis Oktober Straßenrennen.

Es werden sowohl Rundstreckenrennen/Kriterien (Rundkurs zwischen 800 und 11999 Meter Länge) gefahren, der mehrmals zu absolvieren ist, als auch Straßenrennen. Dazu gehören die großen Klassiker (wie z.B. Köln-Schuld-Frechen, Dortmund-Brackel, Rund um Düren und viele andere).

In den übrigen Monaten bereiten wir uns intensiv auf die Rennsaison vor. Hierzu gehen wir in die Sporthalle, Joggen, trainieren auf dem Rennrad und dem Mountainbike oder treiben anderen Ausdauersport, um uns fit für die nächste Saison zu machen.

Die jüngste Altersklasse, in der man Radrennen bestreiten kann, ist die Altersklasse U 11 (9 bis 10 Jahre). Weitere Altersklassen sind U 13, U 15, U 17 und U 19.

Im Erwachsenenbereich gibt es die Amateurklassen A, B und C sowie vier verschiedene Seniorenklassen. Es ist empfehlenswert ein intensiveres Radtraining erst ab 13/14 Jahren zu beginnen.

Solltet Ihr jetzt Lust bekommen haben, auch mal beim Renntraining dabei zu sein, so erfragt kurz unsere Trainingszeiten oder kommt einfach mal vorbei. (Hinweis: Ihr braucht keine Angst zu haben, dass Ihr nicht mithalten könnt- während des Trainings bestreiten wir kein Rennen und warten auf die Schwächeren!!!)

Euer Lutz - Fachwart Rennsport

Lutz Birkenkamp
post@rve06.de





Einige Regeln, die das gemeinsame Radfahren im Gruppetto sicherer machen:
Wer mit uns Rennrad fahren möchte und dabei sich sportlich und sicher fortbewegen will, muss einige Regeln einhalten. Diese Regeln sind nicht nur für Anfängerinnen/ Anfänger hilfreich sondern werden von allen teilnehmenden Rennradlern eingehalten.

Vorausschauendes Fahren ist extrem wichtig, also keine plötzlichen Manöver wie Ausweichen und Bremsen…

Der vorne fahrende Fahrer hat die höchste Verantwortung und muss im Prinzip für die ganze Gruppe „mitdenken“. Vorausschauende Fahrweise und der dauernde "Rundumblick" sind absolut notwendig, um die Hinterleute im Gruppetto nicht in eine Gefahrensituation zu bringen.
·         Vorsichtige Umfahrung von Hindernissen beispielsweise tieferliegende Gullideckel und gefährliche Schlaglöcher.
·         Vor Ampeln, Kreuzungen und auch Hofdurchfahrten wird die Geschwindigkeit reduziert: Hand in die Luft, evtl. Ruf: "Ampel", langsam verzögern.
 
Absolute Tabus:
·         Plötzliches Haken schlagen oder Fahrtlinie verlassen
·         Auch sollte man nicht unbewusst Schlangenlinien fahren
·         Plötzliches Bremsen (auch vor Kurven)
·         Auf eine rote Ampel sprinten um doch plötzlich zu bremsen.
 
Gefährliche Hindernisse immer anzeigen…
 
Der vorne fahrende Fahrer sieht die Hindernisse und zeigt sie frühzeitig an. Alle folgenden Fahrer wiederholen das Zeichen frühzeitig, auch wenn sie das Hindernis (noch) nicht sehen. So wissen aller rechtzeitige Bescheid und jeder Fahrer kann ausbalanciert und ruhig fahren.
 
·         Mit einem Finger nach unten zeigen: Hindernis auf der Fahrbahn
·         Die offene Hand hinter dem Rücken schwenken: Großes Hindernis umfahren
·         Hand nach oben: Achtung, Geschwindigkeit verringern
·         Rufe wie Glas, Loch, Ampel, Kreuzung machen die Gefahr klarer. Auf engen Straßen bzw. in großen Gruppettos auch ‚Auto hinten' oder ‚Auto vorne'
 
Alle Richtungsänderungen werden angezeigt, mit ausgestrecktem hohem Arm und Handzeichen in die zu fahrende Richtung anzeigen
 
1- oder 2-Reihe…
 
1-Reihe fahren wird gefahren,
·         bei engen Straßen,
·         bei hohem Verkehrsaufkommen,
·         bei Durchfahrten von Ortschaften,
·         bei unübersichtlichen Verkehrssituationen,
·         bei Hofdurchfahrten,
·         bei kleinen Rennrad-Gruppen d.h. wenige Teilnehmer (2-4).
 
2-Reihe in Gruppen ab 6 Rennradfahrern und wenn es die Verkehrssituation erlaubt.
 
In der 2-Reihe wird im Pärchen immer „Lenker-an-Lenker“ bzw. „Schulter-an-Schulter“ gefahren, um kein Einhaken zu provozieren, sonst 1-Reihe fahren!
Laut StVO müssen Gruppen ab 15 Personen in 2-Reihen fahren.
 
"besondere" Aktivitäten: immer am Ende des Gruppettos
 
In einem Gruppetto werden "besonders gefährliche" Aktivitäten wie Ent- und Bekleiden vom Trikot, Weste oder Jacke, Entnahme von Energieriegeln aus einer Trikottasche, etc. immer am Gruppetto-Ende, noch hinter dem letzten Pärchen/ Fahrer und ohne Nachbarn, mit einem großzügigem Abstand zum Gruppetto gemacht.
 
Sorry - keine Triathlonlenker!
 
Es sollen keine Triathlonfahrer diskriminiert werden, es geht hier einzig um die Sicherheit und Triathlonlenker sind nicht konstruiert worden für Windschattenfahrten in Gruppettos, deshalb ist das Nutzen von Triathlonlenkern, sogenannten Spinacci, Aufliegern, etc in einem Gruppetto absolut verboten!
 
„Etikette“ für das Fahren im Gruppetto
 
Ablösetechnik
 
Wir wechseln die Führung, indem der/die Führende nach links herausfährt und die Gruppe rechts überholen lässt. Dabei sind folgende Schritte zu beachten:
 
1.     Nach links umschauen ob frei ist
2.     Rechter Ellenbogen (Hand bleibt am Lenker) kurzes „Winken“
3.     Nach links deuten, herausziehen und den Tritt unvermindert fortsetzen, nur leichtes „rausnehmen“
4.     Zurückfallen lassen und am Ende des Gruppettos wieder einordnen.
Im Falle einer Doppelreihe fahren beide Fahrer nach außen (der Rechte rechts / der Linke links!) und lassen sich rechts/links ans Ende des Gruppettos fallen und ordnen sich als Pärchen wieder ein.
 
Vorfahrtsstraßen kreuzen
 
Beim Kreuzen der Straße ruft jeder Fahrer laut:
 
·         'Frei' wenn noch mindestens 2 Reihen sicher die Straße queren können oder
·         'Auto' dann muss gestoppt werden.
 
Bei 'Frei' kann jedenfalls der folgende Radler die Straße gefahrlos zügig queren und seinerseits die Folgenden informieren. Trotz allem jeder Fahrer schaut sich genau die Verkehrssituation – kein „blindes“ Vertrauen!
 
Nach hinten schauen im Gruppetto (nur in Ausnahmefällen!)
 
Wenn man sich in einer Gruppe umdrehen will, legt man immer die Hand der Seite, nach der man sich umsehen will, auf die Schulter des Nachbarn. Somit ist es leichter in der geraden Fahrlinie zu bleiben.
Kurven fahren
Vor dem Abbiegen die Abstände etwas vergrößern, um die Gefahr eines Auffahrunfalls zu reduzieren, kein unmotiviertes Bremsen (auch nicht leicht), wenn es nicht notwendig ist.
Trotzdem CAVEAT: an nichteinsichtigen Kurven muss man mit einem u.U. starken, plötzlichen Bremsen der Vorderleute rechnen!
 
Fahren und warten am Berg
 
An Steigungen ist es normal, dass die Formation zerfällt. Die Fahrer des Gruppettos werden in der Regel einzeln oben ankommen. Damit sich nun ein Gruppetto schnell wieder findet, können jetzt die stärkeren Fahrer warten oder Umdrehen und den Berg bis zum Allerletzten wieder hinunterrollen, dann wieder hochfahren.
 
So bleibt das Gruppetto zusammen!
 
Wann wird beschleunigt…
 
Bergauf: keine Beschleunigung, hier können Schwächere den Effekt des Windschatten nicht nutzen.
Bergab: der vorne fahrende Radler sollte hier tendenziell beschleunigen, damit die nachfolgenden Fahrer im Windschatten nicht bremsen müssen.
Nach Kurven oder Ampeln oder Stopps: nur mäßig beschleunigen, damit sich das Gruppetto wieder findet eine „Ziehharmonika“ sollte verhindert werden.
 
Pinkelpausen…
Im Grundsatz gilt hier immer alle zur selben Zeit, sonst müssen alle paar Minuten Pausen gemacht werden und der Fahrfluss ist zerstört.
Nur an Stellen, wo niemand belästigt wird; Pinkelpausen werden angekündigt (somit kann sich jeder drauf einstellen…).
…und Pinkelpausen werden unkompliziert und flott gemacht ohne „Parkplatzsuche“ für’s Bike!
 
Tipps für schwächere Fahrer…
 
·         nur kurz oder keine Führungsarbeit leisten und
·         hinten im Gruppetto fahren und sauber im Windschatten bleiben.


 
 
Kleine Handzeichenlehre der Rennradler für das Fahren im Gruppetto
Die nonverbale Kommunikation zwischen den Rennradfahrern sollte jeder Fahrer kennen und Anwenden, wenn sicher im Gruppetto gefahren werden soll – im Gruppetto gibt jeder Fahrer die Handzeichen unverzüglich nach hinten weiter – nur so ist die nonverbale Kommunikation gesichert und alle Fahrer können sich auf die jeweilige Fahrsituationen einstellen.
 
Kurzfassung der Handzeichen:
 
1.     Hand heben – Achtung!
2.     Handzeichen über Kopf – Richtungswechsel!
3.     Hand heben – Finger ausstrecken!
4.     Hand hinter den Rücken – stehendes Hindernis umfahren!
5.     Gestreckter Finger zum Boden – Hindernis auf der Strecke!
6.     Gestreckter Arm und flache Hand – Großflächiges Hindernis am Boden!
7.     Zeigefinger hinterm Rücken schwenken – waagerechtes Hindernis!
8.     Finger hinter dem Rücken schnipsen – Abstand fordern! ODER…Hände bleiben beide am Lenker, gleichzeitig Finger spreizen und dabei Lenker festhalten – Abstand vergrößern!
 
 
Handzeichen und ihre Bedeutung:
 
Hand heben – Achtung!
Das wichtigste Handzeichen überhaupt ist das der Warnung. Ist Gefahr voraus, hebt der Vordermann die Hand deutlich nach oben. Es sollte die ganze Hand ausgestreckt sein und kein einzelner Finger. Denn sonst könnte es eine neue Bedeutung erhalten.
Dieses „Achtung!“ zeigt man an jeder (Ampel-)Kreuzung ohne Vorfahrt und rechtzeitig bei allen anderen Situationen, wo sich die Radfahrer bremsbereit halten sollen und keinesfalls beschleunigen sollten.
Handzeichen über Kopf – Richtungswechsel!
Wird die aktuelle Route durch eine Abbiegung umgeleitet oder es kommt zu einem kompletten Richtungswechsel, zeigt man diesen mit der Hand über Kopf an. Das Handzeichen muss unbedingt über dem Kopf gezeigt werden, weil es die Gruppe sonst nicht sehen kann. Einfach mit dem Finger über dem Kopf in die jeweilige Richtung zeigen, in die man abbiegen wird.
 
Hand heben – Finger ausstrecken!
Hebt ein Radfahrer die Hand nach oben – wie beim Achtung! – und streckt einen oder zwei Finger aus, sollen die Hinterherfahrenden eine 1-Reihe oder 2- Reihe bilden. Sinnvoll ist dieses Handzeichen zum Beispiel, wenn es zu Engpässen auf der Route kommt. Hier soll sichergestellt werden, dass jeder Radfahrer gut durch die Engstelle kommt.
 
Hand hinter den Rücken – stehendes Hindernis umfahren!
 
Beim Radfahren muss unbedingt zwischen stehenden Hindernissen und solchen die am Boden liegen unterschieden werden.
 
Kommt Gegenverkehr, befindet sich ein Hindernis auf der linken Seite. In diesem Fall wird die linke Hand hinter den Rücken getan. Dann winkt man mit dieser nach rechts. Das signalisiert die Gefahr linksseitig und fordert dazu auf rechts zu bleiben oder sich frühzeitig rechts einzuordnen.
Bei Gefahr von rechts, beispielsweise durch ein parkendes Auto bei der Ortsdurchfahrt oder auch beim Überholen langsamer Radfahrer, wird die rechte Hand auf den Rücken getan und man winkt die nachfolgendenden Fahrer nach rechts rüber.
 
Gestreckter Finger zum Boden – Hindernis auf der Strecke!
 
Größere Steine, Äste oder auch Glas sind gute Beispiele um anderer Fahrer in der Gruppe vor einer Gefahr am Boden zu warnen. Dabei streckt man den Arm und Zeigefinger seitlich schräg zum Boden. Immer zu der Seite auf der sich die Gefahrenstelle befindet.
 
Es kann sehr hilfreich sein wenn man zusätzlich noch einen Ruf in die Gruppe gibt. So wissen die anderen zumindest auch schon um welche Art (bei Glas sehr hilfreich) von Hindernis es sich handelt.
 
Gestreckter Arm und flache Hand – Großflächiges Hindernis am Boden!
 
Schlaglöcher signalisiert man besser nicht mehr mit einem gestreckten Finger, sondern mit ausgestrecktem Arm und der Handfläche, die in Richtung Boden zeigt. Als wolle man der Straße seinen Stempel aufdrücken. Dadurch wissen andere Fahrer hier kommt ein Schlagloch oder anderes Hindernis was großflächiger ist und eine noch höhere Gefahr darstellen kann.
 
Zeigefinger hinterm Rücken schwenken – waagerechtes Hindernis!
 
Bahnschienen und größere Äste sind typische waagerechte Hindernisse. Vor solchen Hindernissen warnt man durch einen schwenkenden / winkenden Zeigefinger auf dem Rücken.
Bahnschienen (insbesondere bei Nässe!!!) stellen für Radfahrer ein Hindernis dar, auch wenn es in den meisten Fällen sehr zügig und problemlos überfahren werden kann. Im Gruppetto maximiert sich die Gefahr enorm. Denn hier hat ein Sturz schnell ernsthafte Folgen und kann viele nachfolgende Radfahrer ebenfalls zum Sturz bringen.
 
Finger hinter dem Rücken schnipsen – Abstand fordern!
ODER…
Hände bleiben beide am Lenker, gleichzeitig Finger spreizen und dabei Lenker festhalten – Abstand vergrößern!
Es gibt gute Gründe um den Hintermann zu mehr Abstand aufzufordern. Oft sind es nur Zentimeter die das eigene Hinterrad vom Vorderrad des Nächsten trennen. Geht man in den Wiegetritt über – also aus dem Sattel raus – bewegt sich das Fahrrad anders. Das Rennrad rollt nicht mehr nur vorwärts, sondern erzeugt auch eine Bewegung nach hinten. Ist der Abstand dann zu klein wird der Hintermann unweigerlich ins Rad fahren und es kommt schlimmstenfalls zum Sturz.
Vermeiden kann man dies durch ein einfaches Signal auf dem Rücken. Entweder man macht mit der Hand eine schiebende Bewegung die unmissverständlich ist oder man schnipst den Fahrer symbolisch mit den Fingern weg. Sollte der Fahrer es nicht verstehen hilft ein Ruf „Achtung, mehr Abstand!“.
Zur eigenen Sicherheit sollte man erst dann den Wiegetritt beginnen, wenn wirklich ein paar Zentimeter mehr Luft vorhanden sind.
 
Im Video sieht das so aus:
 
https://www.tour-magazin.de/fitness/training/fahrtechnik-fuer-rennradfahrer-handzeichen/a47269.html
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