RV edelweiss
Rennsport
Rennsportteilnahme und -training des RV Edelweiß
Wir, die Rennsportler des RV Edelweiß, bestreiten von März bis Oktober Straßenrennen.
Es werden sowohl Rundstreckenrennen/Kriterien (Rundkurs zwischen 800 und 11999 Meter Länge) gefahren, der mehrmals zu absolvieren ist, als auch Straßenrennen. Dazu gehören die großen Klassiker (wie z.B. Köln-Schuld-Frechen, Dortmund-Brackel, Rund um Düren und viele andere).
In den übrigen Monaten bereiten wir uns intensiv auf die Rennsaison vor. Hierzu gehen wir in die Sporthalle, Joggen, trainieren auf dem Rennrad und dem Mountainbike oder treiben anderen Ausdauersport, um uns fit für die nächste Saison zu machen.
Die jüngste Altersklasse, in der man Radrennen bestreiten kann, ist die Altersklasse U 11 (9 bis 10 Jahre). Weitere Altersklassen sind U 13, U 15, U 17 und U 19.
Im Erwachsenenbereich gibt es die Amateurklassen A, B und C sowie vier verschiedene Seniorenklassen. Es ist empfehlenswert ein intensiveres Radtraining erst ab 13/14 Jahren zu beginnen.
Solltet Ihr jetzt Lust bekommen haben, auch mal beim Renntraining dabei zu sein, so erfragt kurz unsere Trainingszeiten oder kommt einfach mal vorbei. (Hinweis: Ihr braucht keine Angst zu haben, dass Ihr nicht mithalten könnt- während des Trainings bestreiten wir kein Rennen und warten auf die Schwächeren!!!)
Euer Lutz – Fachwart Rennsport
Lutz Birkenkamp
FahrRegeln
Einige Regeln, die das gemeinsame Radfahren im Gruppetto sicherer machen
Wer mit uns Rennrad fahren möchte und dabei sich sportlich und sicher fortbewegen will, muss einige Regeln einhalten. Diese Regeln sind nicht nur für Anfängerinnen/ Anfänger hilfreich sondern werden von allen teilnehmenden Rennradlern eingehalten.
- Vorausschauendes Fahren ist extrem wichtig, also keine plötzlichen Manöver wie Ausweichen und Bremsen…
Der vorne fahrende Fahrer hat die höchste Verantwortung und muss im Prinzip für die ganze Gruppe „mitdenken“. Vorausschauende Fahrweise und der dauernde „Rundumblick“ sind absolut notwendig, um die Hinterleute im Gruppetto nicht in eine Gefahrensituation zu bringen.
- Vorsichtige Umfahrung von Hindernissen beispielsweise tieferliegende Gullideckel und gefährliche Schlaglöcher.
- Vor Ampeln, Kreuzungen und auch Hofdurchfahrten wird die Geschwindigkeit reduziert: Hand in die Luft, evtl. Ruf: „Ampel“, langsam verzögern.
- Absolute Tabus:
- Plötzliches Haken schlagen oder Fahrtlinie verlassen
- Auch sollte man nicht unbewusst Schlangenlinien fahren
- Plötzliches Bremsen (auch vor Kurven)
- Auf eine rote Ampel sprinten um doch plötzlich zu bremsen.
- Gefährliche Hindernisse immer anzeigen
Die vorderte Person in der Gruppe sieht Hindernisse zuerst und sollte sie frühzeitig anzeigen.
Auch dann wenn andere das Hindernis noch nicht sehen. So kann eine vorrausschauende und ruhige Fahrt gewährleistet werden.
Handzeichen können seien:
- Mit dem Finger nach unten zeigen: Hinternis auf der Fahrbahn
- Die offene Hand hinter dem Rücken schwenken: Großes Hindernis umfahren
- Hand nach oben: Achtung, Geschwindigkeit verringern
- Rufe wie Glas, Loch, Ampel, Kreuzungmachen die Gefahr klarer. Auf engen Straßen bzw. in großen Gruppettos sollte auch ‚Auto hinten‘ oder ‚Auto vorne‘ gerufen werden.
Weitere Handzeichen und ausführliche Erklärungen findest Du weiter unten auf dieser Seite.
- "Besondere" Aktivitäten, immer am Ende des Gruppettos
In einem Gruppetto werden „besonders gefährliche“ Aktivitäten immer am Gruppetto-Ende erledigt. Dazu gehören:
- Ent- und Bekleiden von Trikot, Weste oder Jacke
- Entnahme von Energieriegeln und anderem Essen aus einer Trikottasche etc.
- Keine Triathlonlenker im Gruppetto
Triathlonlener sind nicht für das Fahren im Windschatten konstruiert worden.
Um die Sicherheit aller im Gruppetto zu gewährleisten, sind Triathlonlenker verboten.
Etikette
„Etikette“ für das Fahren im Gruppetto – wichtige Hinweise
Wir wechseln die Führung, indem der/die Führende nach links herausfährt und die Gruppe rechts überholen lässt. Dabei sind folgende Schritte zu beachten:
- Nach links umschauen ob frei ist
- Rechter Ellenbogen (Hand bleibt am Lenker) kurzes „Winken“
- Nach links deuten, herausziehen und den Tritt unvermindert fortsetzen, nur leichtes „rausnehmen“
- Zurückfallen lassen und am Ende des Gruppettos wieder einordnen.
Im Falle einer Doppelreihe fährst du und die Person neben dir nach außen (der Rechte rechts / der Linke links!) und lasst euch rechts/links ans Ende des Gruppettos fallen. Dort reiht ihr euch wieder nebeneinander ein.
Beim Kreuzen von Straßen sind die Vorfahrtsregeln zu beachten. Sollte die Fahrbahn gefahrlos überfahren werden können, dann rufst du:
‚Frei‘ wenn noch mindestens zwei Reihen hinter dir sicher die Straße queren können oder
‚Auto‘ sollte dies nicht möglich sein und gestoppt werden müssen.
Trotzdem solltest du auf die Verkehrssituation achten und nicht blind der Person voraus vertrauen.
Während der Fahrt in einer Gruppe ist es manchmal nötig sich umzudrehen. Dazu legst du die Hand, der Seite zu der du dich umsehen möchtest, auf die Schulter deines Nachbarn.
Das erleichter es dir in einer geraden Fahrlinie zu bleiben.
Vor dem Einfahren in eine Kurve solltest Du den Abstand zu den Vorausfahrenden vergrößern, um die Gefahr eines Auffahrunfalls zu reduzieren. Vermeide unmotiviertes Bremsen (auch nicht leicht), wenn es nicht notwendig ist.
Trotzdem: an schlecht oder gar nicht einsehbaren Kurven ist damit zu rechnen das deine Vorderleute plötzlich stark bremsen. Hier ist Aufmerksamkeit geboten.
An Steigungen ist es normal, das die Formation zerfällt. Die Fahrer des Gruppettos kommen häufig einzeln oben an. Damit wir uns schnell wieder zu einem Gruppetto formiewren können, können die Stärkeren unter uns warten oder umdrehen und den Berg bis zur letzten Person wieder herunterrollen und dann wieder hochfahren.
So bleiben wir als Gruppetto zusammen!
Bergauf: hier wird nicht beschleunigt. Die Schwächeren unter uns können hier den Windschatten nicht nutzen.
Bergab: hier sollte tendenziell, von vorne weg, beschleunigt werden, so muss im Windschatten nicht gebremst werden.
Nach Kurven, Ampeln oder Stopps: mäßige Beschleunigung ist ratsam, das Gruppetto formiert sich so schnell wieder und der Ziehharmonika-Effekt wird vermieden.
Grundsätzlich gilt: Alle zur selben Zeit.
Damit vermehrte Pausen verhindert werden und der Fahrfluss nicht zerstört wird.
- Pinkelpausen werden angekündigt. So kannst du dich daruaf einstellen.
- Pinkelpausen werden an Stellen gemacht, wo niemand davon belästigt wird.
- Pinkelpausen werdem unkompliziert und flott gemacht, ohne Parkplatzsuche für das Rad.
Für diejenigen unter uns die noch nicht so fit und flott unterwegs sind, ist es ratsam:
- keine oder nur kurze Führungsarbeit zu leisten
- sich hinten im Gruppetto zu halten und sauber im Windschatten zu fahren.
Handzeichen
Kleine Handzeichenlehre der Rennradler für das Fahren im Gruppetto
Die nonverbale Kommunikation zwischen den Rennradfahrern sollte jeder Fahrer kennen und Anwenden, wenn sicher im Gruppetto gefahren werden soll – im Gruppetto gibt jeder Fahrer die Handzeichen unverzüglich nach hinten weiter – nur so ist die nonverbale Kommunikation gesichert und alle Fahrer können sich auf die jeweilige Fahrsituationen einstellen.
Siehst Du das vor dir die Hand gehoben wird, solltest du aufmerksam sein.
Hebt die vorderste Person die Hand deutlich nach oben, ist Gefahr voraus.
Solltest Du die anderen warnen wollen, solltest du die Hand mit allen Fingern ganz ausstrecken. Das Handzeichen wird an Ampeln, Kreuzungen ohne Vorfahrt und in Situationen in denen sich bremsbereit gehalten werden muss, angezeigt.
Das Handzeichen wird in der Gruppe bis nach hinten durchgegeben, nur dann sind alle gewarnt.
Das Handzeichen über dem Kopf mit einem ausgestreckten Finger nach rechts oder links zeigt die Abbiegerichtung an.
Das Handzeichen muss unbedingt über dem Kopf angezeigt werden, damit es gut sichtbar ist.
Das handzeichen wird verwendet, wenn von der geplanten Route abgewichen werden muss.
Wird ‚Vorne‘ die Handgehoben und dabei ein oder zwei Finger ausgestreckt, ist folgendes zu beachten:
1-Finger: Alle fahren hintereinander in einer Reihe bei:
- engen Straßen,
- hohem Verkehrsaufkommen,
- Durchfahren von Ortschaften,
- unübersichtlichen Verkehrssituationen,
- Hofdurchfahrten,
- kleinen Gruppen (2-4 Teilnehmende)
2-Finger: Es wird maximal zu zwei nebeneinander gefahren:
- Gruppen ab 6 Personen, wenn es die Verkehrssituation erlaubt
- In 2er-Reihen wird Lenker-an- Lenker/ Schulter-an-Schulter gefahren. So wird ein einhaken verhindert.
- Die StVO besagt, dasGruppen ab 15 Personen in 2er-Reihen fahren müssen.
Das Handzeichen wird gegeben um Engpässe anzuzeigen. So wird sichergestellt, dass Alle durch die Engstelle kommen.
Beim Radfahren unterscheiden wir zwischen stehenden Hindernissen und solchen die auf dem Boden liegen.
Gegenverkehr voraus: Kommt der Gegenverkehr auf der linken Seite, dann wird die linke Hand hinten an den Rücken gelegt und nach rechts gewunken. So wird signalisiert, dass der Gegenverkehr (Hindernis) auf der linken Seite kommt und sich rechts eingeordnet werden soll.
Größere Steine, Äste oder Glas sind potenzielle Gefahren auf dem Boden, auf die das Gruppetto aufmerksam gemacht werden sollte.
Der Arm wird mit Zeigefinger schräg auf den Boden, zu der Seite, ausgestreckt, auf der sich die Gefahrenstelle befindet.
Es ist sinnvoll zusätzlich zu rufen um welche Art von Hindernis es sich handelt.
Indem die flache Hand Richtung Boden gestreckt wird, so als wolltest du die Fahrbahn stempeln, signalisierst du Schlaglöcher.
Bahnschienen und größere Äste sind die häufigtens waagerechten Hindernisse.
Vor solchen Hindernissen wird mit einem schwenkendem Zeigefinger hinter dem Rücken gewarnt.
Bahnschienen stellen insbesondere bei Nässe eine Gefahr dar. Im Gruppetto maximiert sich die Gefahr, weil ein Sturz schnell ernsthafte Folgen haben kann und die nachfolgenden Radler ebenfalls zum Sturz bringen kann.
Um Abstand von den Personen hinter dir einzufordern hast du zwei Möglichkeiten:
- Du schnippst mit deinen Fingern hinter dem Rücken oder,
- du behälst deine Hände am Lenker und spreizt deine Finger ab.
Es gibt viele Gründe um mehr Abstand einzufordern, denn oft sind es nur Zentimeter die dein Hinterrad von Vorderrad der Nächsten trennen.
Gehst du in den Wiegetritt, also aus dem Sattel, bewegt sich das Rad anders. Das Rennrad rollt nicht mehr nur vorwärts, sondern erzeugt auch eine Bewegung nach hinten. Ist der Abstand dann zu klein wird es unweigerlich zu einer Berührung mit der Person hinter dir kommen. Im schlimmsten Fall zu einem Sturz.
Zu deiner eigenen Sicherheit, solltest du mit dem Wiegetritt erst beginnen, wenn der Abstand vergrößert wurde.